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WISSENSWERTES

 

Gemeinschaft und Kommunikation schützen die Gesundheit und sind ganz wichtige Faktoren in der Burnout-Prophylaxe!

Nützen Sie SinglesAKTIV, um neue und wertvolle Freundschaften zu schließen!

 

Zwischenmenschliche Kontakte sind nicht nur häufige Quellen für Konflikte und stresshaftes Erleben, sondern auch eine ganz wichtige Ressource im Umgang mit Belastungen.

Es ist eines der am besten gesicherten Erkenntnisse der gesundheitspsychologischen Forschung: ein gut geknüpftes soziales Netz schützt die Gesundheit. Befriedigende Kontakte zu anderen Menschen können die Bewältigung von Belastungen erleichtern und uns vor schädlichen Auswirkungen von Stress schützen. Sie verringern Gefühle von Einsamkeit und Überforderung, lassen Schmerzen und Ärger verrauchen.

Nicht nur für Kinder, auch für erwachsene Menschen sind stabile soziale Bindungen ein wichtiger gesundheitlicher Schutzfaktor. Wissenschaftliche Studien haben wiederholt gezeigt: Wer sich sozial gut eingebettet fühlt, für den ist die Gefahr, in Belastungssituationen zu erkranken, relativ gering. Dagegen leiden Menschen, die nach eigener Aussage nicht über ausreichende befriedigende soziale Beziehungen verfügen, überdurchschnittlich häufig an Depressionenen, psychosomatischen Erkrankungen und einer geschwächten Immunkompetenz.

Dabei sind die Unterstützung und der Halt, die wir durch positive zwischenmenschliche Kontakte erfahren können äußerst vielschichtig. Durch den Austausch mit anderen können wir wichtige neue Informationen und Hinweise erhalten, die uns bei der Lösung von Problemen helfen können. Andere Menschen können ganz praktische Unterstützung geben, wenn einem z.B. die Arbeit über den Kopf wächst oder im Alltag Not am Mann ist.

Aber nicht nur das. Auch die Aussprache mit anderen über die eigenen Belastungen kann Erleichterung verschaffen und neuen Mut machen. Wir können Trost und Ermutigung durch andere erfahren und erleben, dass jemand zu einem hält. Gemeinsame Erlebnisse von körperlicher und emotionaler Nähe, gegenseitiger Akzeptanz und Vertrauen bilden einen regelrechten Schutzmantel, an dem die Belastungen des Alltags abgepuffert werden. Körperkontakt, Zärtlichkeit und Sexualität senken den Pegel der Stresshormone und erzeugen ein tiefes Gefühl von Entspannung und Wohlbehagen. Von anderen wahrgenommen, anerkannt und wertgeschätzt zu werden, ist essentiell für das eigene Selbstwertgefühl. Im Zusammensein mit anderen gelingt es uns häufig auch leichter, abzuschalten und auf andere Gedanken zu kommen.

Und wir können die ebenfalls positive Erfahrung geistiger Gemeinschaft machen, indem wir mit anderen Lebensanschauungen, Werte und Normen teilen.

 

Der bekannte amerikanische Herzspezialist Dean Ornish schrieb hierzu in seinem Buch “Revolution der Herztherapie”:

“… und was ich inzwischen für die fundamentalste Stress-Ursache halte und was uns Herz-Kreislauf- und andere Krankheiten verursacht: sich isoliert fühlen. …alles, was dieses Gefühl der Isolation vergrößert, verursacht chronischen Stress und führt oft zur Krankheit. Umgekehrt kann alles, was uns echte Intimität und das Gefühl des Verbundenseins gibt, uns im ursprünglichen Wortsinne heilen: uns zusammenbringen, uns ganz machen. Die Fähigkeit, enge Beziehungen zu anderen Menschen einzugehen, wurde lange Zeit als Schlüssel zur emotionalen Gesundheit betrachtet. Ich glaube, dass diese Fähigkeit mindestens ebenso bedeutsam für die Gesundheit unseres Herzens, unseres Körpers ist.”

 

 

Erholung aktiv gestalten mit SinglesAKTIV

 

Viele Menschen neigen unter Belastungen oft nicht nur zu sozialem Rückzug, sondern auch dazu, Interessen verkümmern zu lassen, Hobbies, Sport und andere Freizeitaktivitäten aufzugeben. Solange es sich um eine nur kurzfristige, zeitlich begrenzte Belastungsphase handelt, kann dies im Sinne einer Konzentration der eigenen Kräfte eine durchaus angemessene und Erfolg versprechende Strategie darstellen.

Bei länger andauernden Belastungen hingegen führt eine solche Selbsteinschränkung in einen fatalen Teufelskreis: Belastungen und körperliche wie psychische Stresssymptome nehmenen einen immer breiteren Raum im Leben ein. Das subjektive Belastungsgefühl nimmt weiter zu. Positive Erlebnisse werden immer seltener, depressive Stimmungszustände und Angstgefühle nehmen dagegen zu. Fehlende Erholungs- und Kompensationsmöglichkeiten führen auf die Dauer zu einer weiteren Abnahme der Widerstandskraft gegenüber Belastungen.

Andere Menschen füllen ihre Freizeit zwar mit vielfältigen Aktivitäten, erleben jedoch keine wirkliche Erholung. Sie übertragen die Normen und Kriterien der Arbeitswelt auch auf die Freizeit. Leistungsdenken, Perfektionismus, Ehrgeiz, Prestige und Konsumzwang bestimmen auch das Freizeitverhalten. Hektische Betriebsamkeit, Ungeduld und die Angst, etwas verpassen zu können, lassen keinen Raum für innere Ruhe und Muße. Die Freizeit stellt somit keine regenerative Gegenwelt zum Arbeitsleben, sondern eher deren Verdoppelung dar.

Oft fehlt auch das Bewusstsein dafür , dass tägliche Erholung notwendig ist, um die eigene Leistungfähigkeit und Gesundheit zu erhalten. Erholung kann und sollte aktiv gestaltet werden.

 

 

Genießen mit SinglesAKTIV

 

Was auch immer Sie in Ihrer Freizeit unternehmen, für den Erholungswert kommt es entscheidend darauf an, dass Ihre Freizeitaktivitäten tatsächlich ein Gegengewicht zu den Belastungen in Alltag und Beruf schaffen. Zeitdruck und Leistungsdenken sind hier in aller Regel kontrapoduktiv ebenso wie eine Wettbewerbshaltung und Prestigedenken. Erholsame Freizeitaktivitäten sind eher prozess- als ergebnisorientiert. Sie sind bestimmt durch die Freude weniger am Ergebnis als am Tun selbst. Nicht der Zweck der Tätigkeit steht im Vordergrund, sondern Spaß, Lust und Genuss! Die Freizeit als “Ich-Zeit” genießen zu können, ist das Ziel!

 

Bereits im 12. Jahrhundert hat der Zisterziensermönch Bernard von Claivaux (1090 – 1153), einer der bedeutendsten Theologen des Mittelalters, hierzu seinen seelsorgerlichen Rat an Papst Eugen III erteilt:

“Gönne Dich Dir selbst! … Damit Deine Menschlichkeit allumfassend und vollkommen sein kann, musst Du also nicht nur für alle anderen sondern auch für Dich selbst ein aufmerksames Herz haben … Ja, wer mit sich selbst schlecht umgeht, wem kann der gut sein? Denk also daran: Gönne Dich Dir selbst!”

 

(zitiert aus Gert Kaluza, Gelassen und sicher im Stress, Berlin-Heidelberg 2012)

 

 

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